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Zuckerfrei

Tags: Ernährung,Einsteiger

 

Zucker ist nicht gut für uns. Er macht nicht nur übergewichtig und schädigt die Zähne, er kann auch Diabetes auslösen, das Herz und sogar das Gehirn schädigen. Zunehmend empfehlen daher Ärzte und Ernährungswissenschaftler, auf Zucker so gut es geht zu verzichten. Das ist allerdings nicht ganz einfach. Die Lebensmittelindustrie ist sehr findig darin, in ihren Produkten Zucker zu „verstecken“. Klar, denn Zucker macht Lust auf mehr und wer Zucker zu sich nimmt, kann nicht so schnell damit aufhören. Ein Teufelskreis.

In Deutschland liegt der Pro Kopf-Verbrauch bei rund 35 Kilogramm im Jahr. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jedoch, nicht mehr als 25 Gramm Zucker am Tag, also keine zehn Kilo im Jahr, zu sich zu nehmen.

Wer auf Zucker verzichten will, muss zum Teil radikal sein. Wie die Probanden für einen Test der WDR-Sendung „Markt“, die vier Wochen lang auf Zucker verzichtet haben. Die Redaktion wollte wissen: Was macht der Zuckerverzicht mit uns? Hat er wirklich so positive Auswirkungen auf Gewicht und Blutwerte.

 

Positive Ergebnisse in jeder Gruppe

Als nach vier Wochen die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung eintrafen, war das Fazit für alle Beteiligten gleich: Der Zuckerverzicht hatte bei jeder Gruppe zu Gewichtsverlust geführt. Und erfreulicherweise nicht nur dazu, sondern auch zu einer Reduktion des Körperfetts. Alle hatten Körperfett verloren und alle konnten dabei die Muskelmasse halten oder sogar steigern.

 

Ein Teilnehmer, bei dem im Vorfeld eine beginnende Fettleber diagnostiziert worden war, konnte durch den Zuckerverzicht seinen Cholesterinspiegel um ein Drittel senken. Eine andere Teilnehmerin, bei der sich eine Vorstufe zur Diabetes erkennen ließ, nahm nicht nur sechs Kilo ab, sondern konnte auch ihr Diabetes-Risiko minimieren.

Darüber hinaus hatte der Zuckerverzicht nicht nur die Gesundheitswerte aller Teilnehmer verbessert, sondern auch den Geschmackssinn, wie sie im Anschluss berichteten.

Lediglich die radikalste Gruppe, die sich nach Paleo-Richtlinien ernährt hatte, klagte über Energielosigkeit. Diese drei Teilnehmer waren allerdings auch sportlich sehr aktiv - brauchten also entsprechend mehr Energie. Andreas Pfeiffer, Ernährungsexperte des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, rät in dem Fall, zusätzliche Kohlenhydrate zu sich zu nehmen.

 

Zu viel Süßes ist nicht gut für uns

Es führt wohl kein Weg daran vorbei, dass wir uns eingestehen, dass zu viel Zucker nicht gut für uns ist. Diejenigen, die während der Fastenzeit darauf verzichten, können sich stolz auf die Schulter klopfen und sich womöglich auf ein paar purzelnde Kilos freuen.

 

 

Ein nächster Tipp hat etwas mit unserem Gehirn zu tun. Wir müssen ein bisschen nachhelfen, um es auszutricksen und unsere Zuckerlust zu bremsen. Dabei hilft es oft, dass wir nicht einfach nur verzichten, sondern uns auch gleichzeitig belohnen. Wer es gewohnt sei, regelmäßig Kuchen zum Kaffee zu essen, solle die Süßigkeit daher mit einem Stück Obst ersetzen.